Im alten China geht die Geschichte los

Senf gibt es schon unglaublich lange. Um genau zu sein seit über 3.000 Jahren. Komm mit uns auf die spannende Reise des Senfs und erfahre wie die gelbe Würzpaste zu uns nach Deutschland gekommen ist.

Ein langer und weiter Weg.

DAS ALTE CHINA UND DIE PHARAONEN

Der erste Nachweis für die Existenz von Senf findet sich im alten China. Die Chinesen liebten dessen Schärfe bereits 1.000 Jahre vor Christus. Auch im historischen Ägypten, zur Zeiten der Pharaonen, wurde Senf bereits als Speisewürze und Heilmittel geschätzt.

DIE SPINNEN DIE RÖMER

Nun ja, in dem Fall nicht ganz, denn die Römer brachten die Senfkörner von ihren Feldzügen aus Asien mit nach Hause und verbreiteten sie im gesamten Reich. Damals galt Senf nicht nur als Speisewürze, sondern vor allem als Heilmittel: Der griechische Arzt Pedanios Dioskurides beschrieb bereits 78 n. Chr. die heilende Wirkung von „Sinepi“. Die Römer entdeckten etwa zur gleichen Zeit die starke Würzkraft von Senf und übernahmen von den Griechen später das Wissen um seine Heilkraft. Das erste überlieferte Senfrezept verdanken wir Palladius aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. Er vermischte zerstoßene Senfkörner mit Honig, Olivenöl und Essig.

NICHT OHNE MEIN SENFTÖPFCHEN

Mit den Römern kam der Senf über die Alpen nach Mitteleuropa. Seinem Siegeszug in Europa stand damit nichts mehr im Wege. Im Jahre 705 ordnete Karl der Große den Senfanbau in Deutschland sogar offiziell an, und Ludwig der XI. von Frankreich ging angeblich nie ohne ein Senftöpfchen aus dem Haus - für den Fall, dass er bei senfabstinenten Barbaren übernachten musste. Im 14. Jahrhundert erließen die Herzöge von Burgund strenge Qualitätsrichtlinien für Senf und legten so den Grundstein für den Aufstieg Dijons zur französischen Senfmetropole.

ÜBER ADELSHÄUSER ENDLICH FÜR ALLE DA

Der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. war vom Senf so begeistert, dass er ihm ein eigenes Wappen gab. Reichskanzler Otto von Bismarck gestand sogar, dass er nichts lieber äße als Frankfurter Würstchen mit Senf. Was den Fürsten und gekrönten Häuptern mundete, schmeckte auch den Bürgern. So wurde 1726 in Düsseldorf die erste deutsche Senffabrik gegründet. Ihre Spezialität war ein scharfer dunkler Senf, der unter dem Namen ABB schnell über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt wurde und Düsseldorfs Ruhm als Senfmetropole begründete. Diese Tradition hat Löwensenf nach dem 1. Weltkrieg nicht nur fortgesetzt, sondern mit seinen hochwertigen Senfprodukten auf beispielhafte Art und Weise weiter ausgebaut. Bis heute hat Senf nichts von seiner Faszination verloren, was sich an der Bekanntheit und Beliebtheit von Löwensenf weit über die deutschen Landesgrenzen hinaus zeigt.

Lust auf noch mehr Futter?

Wissen macht hungrig.

Höchste Zeit für eine Pause!

Nach so viel spannender Geschichte, kann man schonmal hungrig werden. Deswegen haben wir nach dem Futter für deinen Kopf auch ganz viele leckere Rezepte für deinen Bauch.