Senfkörner
sind die Samen einer wilden Kohlart und
gehören
zur Familie der Kreuzblütler. Die
einjährige
und gelbblühende Senfpflanze kann
bis zu 25.000 Samen mit lang andauernder
Keimfähigkeit
entwickeln und galt deshalb früher
als eines der lästigsten Beikräuter.
Doch der Erfindungsreichtum des Menschen
kennt keine Grenzen. Die Pflanzen wurden
kultiviert und zu den verschiedenen Senfspezialitäten
verarbeitet, mit denen die Küche
noch abwechslungsreicher und wohlschmeckender
wurde.
Anbau Die
tief reichenden Wurzeln der Senfpflanze
lockern den Boden auf, so dass
er gut durchlüftet wird.
Gerade bei Bio-Bauern ist Senf
deshalb
eine beliebte Zwischenfrucht. Die
Senfpflanze ist relativ anspruchslos
und keimt schnell aus. Innerhalb
von drei Monaten kann aus dem
ein bis zwei Millimeter kleinen
Senfkorn
eine ein Meter hohe Pflanze
wachsen. Diese hat längliche, behaarte
Blätter und knallig gelbe
Blüten ähnlich wie Raps,
aus denen die Schoten heranreifen.
Bevor die Schoten platzen und die
wertvollen Samen "im Erdboden
verschwinden", werden
sie vorsichtig geerntet.
Allylsenföl – das
Herz des Senfkorns
Die Senfkörner sind
zunächst geschmacks- und geruchsneutral,
erst durch die Verarbeitung, bei der die
Körner
zermahlen werden, tritt das Senfallylöl
aus. Das aromatische, ätherische Öl
ist sowohl für die Schärfe, als
auch für die spezifische Würze
von Senf verantwortlich.
Da es sehr flüchtig,
hitze- und lichtempfindlich ist, erfordert
die Senfherstellung
große Sorgfalt.
Reichtum
an Senfsaaten
Die Produktvielfalt
basiert auf den unterschiedlichen
Senfsaaten, die die Schärfe
und den Geschmack von Senf bestimmen.
Heutzutage
werden bei der Senfherstellung
hauptsächlich die drei
Sorten Gelbsenfsaat, Braunsenfsaat und
Orientalsenfsaat verwendet.
Das
Löwensenf Tönnchen
Ein
Senfglas mit Geschichte
Wie der Löwe im Logo so hat auch die unverwechselbare
Form des Glas-Tönnchens das Erscheinungsbild
von Löwensenf entscheidend mitgeprägt.